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Gebäudeleittechnik mit System: Vernetzte Lösungen im Vector IT-Campus

Die neue Firmenzentrale des Stuttgarter IT-Spezialisten Vector Informatik ist das bisher größte Gebäude des Unternehmenskomplexes und setzt auf modernste Gebäudetechnik. GEZE hat mit maßgeschneiderten digitalen Vernetzungslösungen und Sicherheitstechnik zum „Smart Building“-Ansatz beigetragen.

Alles im Blick dank BACnet-basierter Gebäudeleittechnik

Karusselltüren im Eingangsbereich des Vector IT-Campus. Foto: Jürgen Pollak für GEZE GmbH

Mehr als 180 Türlösungen von GEZE, über IO 420 Schnittstellenmoduleim Gebäudeautomationssystem GEZE Cockpit vernetzt und in der BACnet-Gebäudeleittechnik integriert.

Jürgen Pollak / GEZE GmbH

Mehr als 180 hochwertige, meist multifunktionale Sicherheits-Türsysteme hat GEZE im Neubau des IT-Campus umgesetzt. Um eine zentrale, gleichzeitige Überwachung und Steuerung aller automatisierten Türsysteme zu ermöglichen, wurden diese über Schnittstellenmodule im Gebäudeautomationssystem GEZE Cockpit vernetzt und in der BACnet-Gebäudeleittechnik integriert. Dabei kamen die GEZE-spezifischen Türverteiler zum Einsatz: An diesen zentralen Türknotenpunkten werden alle Zuleitungen und das IO 420 BACnet-Schnittstellenmodul zusammengeführt. Der einheitliche Aufbau des GEZE Türverteilers ermöglicht dem Gebäudemanager an jeder Tür einen Überblick der Schnittstellen mit anderen Gewerken und somit über die gesamte vernetzte Gebäudetechnologie.

„Smarte“ Türen mit dem Gebäudeautomationssystem GEZE Cockpit und dem IO 420 BACnet-Schnittstellenmodul

GEZE IO 420 BACnet-Schnittstellenmodul. Foto: GEZE GmbH

Herzstück des „Smart Building“-Konzepts: das GEZE IO 420 BACnet-Schnittstellenmodul.

GEZE GmbH

Das GEZE Cockpit und die IO 420 BACnet-Schnittstellenmodule übernehmen den Datenaustausch zwischen Türen und Gebäudeleittechnik. Die Informationen der „Türintelligenz“ (z. B. der Türzustand offen/geschlossen, ver-/entriegelt oder Störung) werden über BACnet MS/TP zur Verfügung gestellt. GEZE Cockpit sorgt für die Übersetzung von BACnet MS/TP auf BACnet/IP. Das System übergibt alle Informationen zu Status und Funktion einer Tür. Diese werden an zentrale Rechner weitergeleitet und dokumentiert. Durch die Filterung der Daten dank GEZE Cockpit entsteht der willkommene Nebeneffekt, dass sich der Datenverkehr im Netzwerk reduziert.

Bei Alarm, Fehlfunktion oder Manipulation einer Tür kann das Gebäudemanagement sofort reagieren und z. B. die Türen zur Fluchtwegsicherung freigeben oder Panikschlösser verriegeln.

Freistehende Wendeltreppe im Foyer des IT-Campus. Foto: Jürgen Pollak für GEZE GmbH

Freistehende Wendeltreppe im Foyer des IT-Campus. Foto: Jürgen Pollak für GEZE GmbH

Jürgen Pollak / GEZE GmbH

Vernetzte Türsysteme im „Tor zum Campus“

Nahaufnahme elektrischer Türöffner. Foto: Jürgen Pollak für GEZE GmbH

Perfekt für feingerahmte Türen: dezente elektrische Türöffner von GEZE.

Jürgen Pollak / GEZE GmbH

Das über alle vier Stockwerke offene, 500 m² große verglaste Foyer ist das „Tor zum IT-Campus“ und beeindruckt mit seiner offenen, hellen Atmosphäre. Kombinierte Türlösungen im Eingangsbereich verbinden Barrierefreiheit, Zutrittskontrolle, Einbruchhemmung, Fluchtwegsicherung und zuverlässige Entrauchung im Brandfall.

  • Zwei identische, dreiflügelige vollautomatische Karusselltüren bewältigen den täglichen Besucherstrom. Zusätzlich sind sie mit automatischen Bogenschiebetüren als Nachtverschlüsse ausgestattet.
  • Zwei zweiflügelige automatische Fluchttüren mit „starken“ Powerturn-Drehtürantrieben rechts und links der Karusselltüren sichern Barrierefreiheit und lassen sich dank Smart swing Funktion auch mühelos mit der Hand öffnen.
  • Eine der Fluchttüren ist mit K 600 Klapphebelantrieben als RWA-Zuluftöffnung ausgerüstet. Im Brandfall fahren die Türflügel automatisch weit auf, so dass Rauch und Hitze entweichen können.
  • Die andere Fluchttür dient dank Zutrittskontrollsystem und einem selbstverriegelnden Panikschloss IQ lock AUT als Vollpaniktür: Im Gefahrenfall kann sie von innen auch im verriegelten Zustand von jedem geöffnet werden.

Führende Sicherheitskomponente des gesamten Türsystems ist die vernetzte Türzentrale TZ 320: Über die Gebäudeleittechnik können die Gebäudemanager den Status der Türen jederzeit aus der Ferne erfassen, ihn anpassen oder den Betriebsmodus (z. B. „Daueroffen“) ändern. Die zentralen Befehle können für einzelne, mehrere oder alle Türen erteilt und auch zeitlich programmiert werden.

Multifunktionale Türen: Komfortabel und zentral bedienbar

Eine multifunktionale Sicherheitstür im ersten Obergeschoss bietet bei Bedarf nur berechtigten Personen Zutritt. Mit dem GEZE Powerturn F-Antrieb und dem elektrischen Türöffner FT500 sowie der Türzentrale TZ 320 dient sie gleichzeitig als Brandabschnittstür und als barrierefreie Fluchtwegtür. Bei berechtigtem Öffnen, Drücken der Nottaste der Türzentrale oder bei Ansteuerung durch die Brandmeldeanlage entriegelt die Fluchttürverriegelung FTV 320 die Tür. Auch die Innentüren des Bürokomplexes sind mit verschiedenen Varianten des GEZE E-Öffner-Programms mit Powerturn-Antrieben und/oder einem Zutrittskontrollsystem ausgestattet. Genau wie die Brandabschnittstür sind sie in der Gebäudeleittechnik vernetzt und können vom Gebäudemanagement aus der Ferne überwacht und gesteuert werden.

Gut kombiniert: RWA und Fluchtwegsicherung in einem

Betriebsrestaurant mit zwei doppelflügeligen Glastüren.

Über die Gebäudeleittechnik vernetzte Feststellanlagen dienen auch zur Klimasteuerung. Foto: Jürgen Pollak für GEZE GmbH

Jürgen Pollak / GEZE GmbH

Im Betriebsrestaurant arbeiten die Feststellanlagen der Türsysteme und die Klimasteuerung in der Gebäudeleittechnik zusammen. Zweiflügelige Vollpanik-Fluchttüren ermöglichen barrierefreies Begehen und dienen im Brandfall als Zuluftöffnung: Bei Gefahr entriegelt die RWA-Steuerzentrale MBZ 300 das selbstverriegelnde IQ lock AUT-Panikschloss und fährt die Türflügel über die K 600-Klapphebelantriebe automatisch bis zur maximalen Öffnungsweite auf. Gleichzeitig werden durch den Alarmzustand der RWA-Zentrale die Entrauchungsmotoren aktiviert. Der automatisch an die Gebäudeleittechnik weitergeleitete Türzustand ermöglicht eine umgehende Reaktion: Wird der Alarmzustand zurückgesetzt, schließen die Feststellanlagen über die Türschließer und verriegeln selbsttätig.

Vernetzung von Türschließer und Klimasteuerung

Einflügelige Glasdrehtür in Brandschutzausführung. Foto: Jürgen Pollak für GEZE GmbH

Komplexe Türtechnologie: feingerahmt und zentral steuerbar.

Jürgen Pollak / GEZE GmbH

Die Vernetzung der Türsysteme in der Gebäudeleittechnik hat den Vorteil, dass die Türen im Sommer oder für die kurzzeitige natürliche Belüftung manuell aufgestellt und durch die GEZE E-Feststellung in der Gleitschiene des Türschließers elektrisch geschlossen werden können. Die Gebäudemanager können über die Gebäudeleittechnik festlegen, wann die Türen geschlossen sein müssen, etwa nach Betriebsschluss. Der in der Gebäudeleittechnik erfasste Türzustand wird jeweils an die Klimasteuerung weitergeleitet, die bei Bedarf energieeffizient nachsteuern kann. Auf diese Weise kombiniert die „intelligente“ Türsteuerung Energieeffizienz und Einbruchhemmung.

GEZE Produkte im Vector Firmensitz

  • IO 420 BACnet-Schnittstellenmodul
  • dreiflügelige, vollautomatische Karusselltüren
  • Powerturn-Drehtürantrieben
  • K 600 Klapphebelantriebe
  • GEZE Zutrittskontrollsystem
  • selbstverriegelndes Panikschloss IQ lock AUT
  • vernetzte Türzentrale TZ 320
  • GEZE Powerturn F-Antrieb
  • elektrischen Türöffner FT500
  • Fluchttürverriegelung FTV 320
  • RWA-Steuerzentrale MBZ 300
  • GEZE Cockpit