Timo Rauß

Neues aus der Produktion bei GEZE – wir setzen auf digitale und ergonomische Lösungen

Wir sind ein Familienunternehmen. Deshalb steht bei uns der Mensch im Mittelpunkt – und wir versuchen kontinuierlich, den Arbeitsplatz und die Arbeitsumgebung für unsere Mitarbeiter so angenehm, komfortabel und ergonomisch wie möglich zu gestalten. Das gilt für die Verwaltung genauso wie für die Produktion. Wir zeigen anhand von zwei Beispielen, wie sich Digitalisierung und Automatisierung auf das Arbeiten in den Produktionshallen auswirken – und fragen die Mitarbeiter vor Ort, was sie davon halten.

Umfangreiche Modernisierungen in der GEZE Produktion

In den vergangenen Jahren haben wir zum Beispiel die Böden und auch die Decken in den Hallen aufwendig saniert. Zudem kümmern wir uns kontinuierlich darum, die Prozesse zu verbessern. „Natürlich sind zum einen Neuanschaffungen notwendig, die bestehende Maschinen und Anlagen ablösen. Parallel dazu erzielen wir maßgebliche Prozessverbesserungen durch neue Technologien und Automatisierungen. Hier kommt die enge Zusammenarbeit mit dem Bereich Arbeitsvorbereitung ins Spiel. Gerade an den Stellen in der Produktion, die für den Menschen auf die Dauer sehr belastend sein können.“, so der zuständige Bereichsleiter Fertigung Markus Lang. Im Kern geht es bei all diesen Maßnahmen darum, die Arbeitsplätze ergonomischer zu gestalten, um zum Beispiel die Laufwege zu verringern.

Mithilfe von Tablets kürzere Laufwege

Durch die Datenerfassung am Tablet kann Maria-Rosaria Romano in der Kleinserienmontage effizienter arbeiten.

Datenerfassung am Tablet © GEZE GmbH

So setzen wir seit Beginn des Jahres Tablets bei der Fertigung von Drehteilen und in der Baugruppen-Montage ein, um noch schneller, effizienter und transparenter zu werden. Denn vor der neuen Lösung mussten die Mitarbeiter die Betriebsdaten von Fertigungsaufträgen – zum Beispiel Zeiterfassungen des Betriebsprozesses oder Störungsmeldungen –an einem zentralen Terminal  in eine Tabelle eintragen. Jetzt werden die Daten direkt an der Maschine oder am Arbeitsplatz via Tablet erfasst und übertragen.

Durch die Datenerfassung direkt an der Maschine, also an meinem Arbeitsplatz, geht alles viel transparenter und auch schneller. Ich kann zum Beispiel Fertigungsstücklisten direkt abrufen.

Maria-Rosaria Romano, Mitarbeiterin in der Kleinserienmontage bei GEZE

Effektive Auslastung durch optimierte Planung

Neben der Kleinserienmontage profitieren auch Kollegen wie Luca Botta in der Kolbenfertigung vom Tablet-Einsatz mit Bereichsleiter Markus Lang.

Tablets im Einsatz © GEZE GmbH

Guter Nebeneffekt hierbei ist die effektive Auslastung der Anlagen. „Die nun deutlich präziseren Auswertungen ermöglichen es uns, die Auslastung der Maschinen genauer zu überprüfen“, so Markus Lang. „Das erhöht die Effizienz unserer Fertigungsprozesse und so können wir zum Beispiel schnell erkennen, welche Störungen wie häufig auftreten und entsprechend gegensteuern.“

Produzieren nach Bedarf

Hinzu kommt, dass es bei einigen Produkten schwankende Nachfragen gibt – auch saisonal bedingt. Gleichzeitig erhöhen sich oftmals die Stückzahlen. Um solche Schwankungen in der Fertigung abzufedern, ist Flexibilität und Fortbildung gefragt. „Wir sind hier bereits sehr gut aufgestellt“, so Markus Lang. „Viele Mitarbeiter sind in der Lage, an unterschiedlichen Stationen in der Produktion zu arbeiten und bei Bedarf den Arbeitsplatz innerhalb der Abteilung zu wechseln.“ Entscheidend ist es, dort zu arbeiten, wo aktuell Bedarf besteht.

Es ist einfach abwechslungsreich, immer wieder neue Tätigkeiten kennenzulernen. Mir macht es auch Spaß, Produkte vom Montagebeginn bis zum letzten Schritt zu betreuen. Denn so bekommt man wirklich alles mit, worauf es ankommt.

Timo Rauß, Mitarbeiter in der Sondertürenfertigung

Lebenslanges Lernen ist gefragt

Die Fertigung ist durch Mitarbeiter wie Timo Rauß flexibel aufgestellt, hier mit Bereichsleiter Markus Lang.

Flexible Fertigung © GEZE GmbH

Die Flexibilisierung in der Fertigung ist eng mit den Wünschen der jeweiligen Mitarbeiter abgestimmt. „Das ist absolut positiv, die abwechslungsreichen Tätigkeiten machen Spaß und sind auch für jeden persönlich eine gute Herausforderung“, erzählt Timo Rauß, Mitarbeiter in der Sondertürenfertigung, der inzwischen völlig unterschiedliche andere Arbeitsplätze bedienen kann. Und Markus Lang ergänzt: „Wir freuen uns über jeden Mitarbeiter, der Lust hat, sich weiterzuentwickeln. Denn die Flexibilisierung wird auch künftig ein wichtiger Baustein sein, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.“