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Zukunftsweisende Investition: GEZE hat ein neues Entwicklungszentrum

Der vierstöckige Terrassenbau bietet auf einer Gesamtfläche von über 2000 Quadratmetern Platz für Versuchs- und Validierungsräume, Büros, Besprechungen und Kreativbereiche. Damit schuf GEZE die Voraussetzungen, das Leistungsportfolio mit innovativen, gewerkeübergreifenden Vernetzungslösungen für Türen und Fenster in smarten Gebäuden erweitern zu können.

Intelligente Gebäude für die Anforderungen der Zukunft

Der Eingangsbereich des neuen Entwicklungszentrums. Foto: GEZE GmbH

Der Eingangsbereich des neuen Entwicklungszentrums.

GEZE GmbH

Auf 1200 Quadratmetern werden Produktversuche und Validierungen mit modernstem Equipment durchgeführt. Die modularen Prüfstände sind mit neuester Robotertechnik ausgestattet. Technische Konzepte und Produkte in höchster Qualität können nun noch schneller und effizienter umgesetzt werden. Im neuen Systemprüffeld werden komplette Türsysteme auf ihre Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit unter verschiedenen klimatischen Bedingungen geprüft. In der hoch leistungsfähigen Klimakammer sind Umweltprüfungen des gesamten Produktprogramms durchführbar. Bedeutend erhöht wurde die Prüfkapazität in den Elektronik- und Messlaboren.

Als Folge der weltweit zunehmenden Urbanisierung muss Lebensqualität für immer mehr Menschen auf immer begrenzteren Flächen geschaffen werden. Das Angebot von Wohn- und Arbeitsraum gehört zu den größten Herausforderungen – nicht nur in Metropolen. Die demografische Entwicklung verlangt nach barrierefreien Lösungen – Universal Design ist mehr und mehr geforderter Standard. Umweltverantwortung und begrenzte natürliche Ressourcen erfordern nachhaltige und energieeffiziente Gebäude. Diese Gegebenheiten stellen neue Anforderungen an die Sicherheit, den Komfort für die Nutzer oder Bewohner und den Betrieb von Gebäuden. Erfüllt werden können sie nur mit intelligenten Gebäuden.

Steuerung der kompletten Gebäudetechnik im „Smart Building“

Kommunizierende Türen und Fenster, die ihr Zusammenwirken optimieren. Foto: Jürgen Pollak für GEZE

Kommunizierende Türen und Fenster, die ihr Zusammenwirken optimieren.

Jürgen Pollak / GEZE GmbH

GEZE engagiert sich intensiv in der digitalen Gebäudevernetzung. Das neue Entwicklungszentrum weist weit in die Zukunft. Das Unternehmen stellt eine eigene Infrastruktur bereit, um in den kommenden Jahren Vernetzungslösungen zur Steuerung der kompletten Gebäudetechnik in Smart Buildings anbieten zu können. Smart ist das neue Gebäude selbst. Alle Gewerke sind intelligent vernetzt und in die Gebäudeleittechnik integriert. Heizung, Lüftung, Licht, Verschattung, Türen und Fenster kommunizieren miteinander und optimieren sich in ihrem Zusammenwirken. Die Automatisierungs- und Sicherheitsfunktionen an Türen und Fenstern wurden mit GEZE-Produkten verwirklicht, darunter das komplette Rauch- und Wärmeabzugssystem (RWA).

Denkfabrik: Architektur für Innovationskraft

Die Prozesse, die zu Innovationen führen, waren für die Architektur und Ausgestaltung des neuen Gebäudes bestimmend. In jeder Phase einer Entwicklung finden die Ingenieure und Versuchstechniker optimale Arbeitsbedingungen vor. Die Gestaltung der Innenräume und die technische Ausstattung fördern den Austausch zwischen den Disziplinen und ermöglichen die Vernetzung der Wissensbereiche. Das geschieht zum Beispiel in agilen Projekträumen, aber auch in eigenen Kreativ- und Ruhebereichen – weiß man doch, dass herausragende Ideen nicht nur am Schreibtisch entstehen. Ein angenehmes Ambiente und modernste mobile Medientechnik laden zu Brainstormings und Denkrunden auch für unkonventionelle Lösungsansätze ein. 

Flexible Arbeitsbereiche für agiles Arbeiten

Jeder Bereich oder Raum im Gebäude ist barrierefrei erreichbar, für jede Tätigkeit kann rasch ein optimales Umfeld geschaffen werden. Arbeiten auf der gleichen Fläche mehrere Teams mit unterschiedlichen Anforderungen an Licht oder Raumklima, so kann die Gruppierung der Licht- und Lüftungsquellen jederzeit geändert werden. Ein Beispiel: Mit der Steuerung der Beleuchtung über BUS-Systeme lassen sich auf einer Stockwerksfläche einzelne Raumzonen dynamisch zusammenschalten. Für einzelne Arbeitsgruppen können direkte und indirekte Beleuchtungselemente gruppiert und gewünschte Beleuchtungsszenarien definiert werden. Ist der einen Mitarbeiterin oder dem einen Mitarbeiter eine gute durchschnittliche Lichtintensität angenehm, so kann für den Arbeitsbereich eines Entwicklers mit kleinteiligen Tätigkeiten eine optimale und zugleich augenschonende Ausleuchtung herbeigeführt werden. Einstellungen können ganz einfach und bereichsbezogen an einem Touch Panel im Raum gemacht werden. Genauso können alle automatisierten Fenster digital gruppiert werden.

Das Großraumbüro bietet kurze Kommunikationswege und durch die flexiblen Arbeitsplatzeinheiten ein komfortables „agiles“ Arbeiten. Ein bis in die kleinsten Details ausgeklügeltes Schallabsorptionskonzept entkoppelt akustisch Bereiche für Meetings, Laufwege und einzelne Schreibtische. Zusammen mit der zonierten Regelung von Licht und Raumklima lassen sich Besprechungsecken oder separate Bereiche für ein hoch konzentriertes Arbeiten in einer leisen Umgebung schaffen. Die Schiebeläden vor den Fenstern werden je nach Lichteinfall oder Sonneneinstrahlung aktiviert. Türen werden zu bestimmten Tageszeiten automatisch geöffnet und verriegelt. Ein automatischer Nachtverschluss erfolgt nach Arbeitszeitende.

Zentrale Bedienung und Überwachung mit GEZE Cockpit

Steuern Sie alle Komponenten mit nur einem Gebäudeautomationssystem. Foto: GEZE GmbH

Steuern Sie alle Komponenten mit nur einem Gebäudeautomationssystem.

GEZE GmbH

Tastschalter gibt es im Gebäude so gut wie keine. Alle Gewerke und Elemente der Raumtechnik werden zentral auf einer einzigen Oberfläche visualisiert und sind auf einen Blick erfassbar. Die Bedienung und die Anzeige des Zustands der Gewerke erfolgt entweder automatisiert auf der Basis vordefinierter Szenarien und natürlich durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst über Touch Panels. Durch Anklicken von Icons können Licht, Fenster, Türen, Raumklima oder die Medientechnik über ein Bedienfeld gesteuert werden. Möglich macht dies das neu entwickelte Gebäudeautomationssystem GEZE Cockpit. Die zentrale Visualisierung, Überwachung und Bedienung aller eingebundenen Produkte sind seine Aufgaben und einmaligen Vorteile. Für berechtigte Nutzer sind mit GEZE Cockpit auch eine Ansteuerung und Zustandsanzeige der Gewerke sowie zusätzliche spezielle Berechtigungen über den eigenen PC möglich. Erfahren Sie mehr dazu auf www.cockpit.geze.com

Laboratorium für smarte Möglichkeiten

Nichts liegt näher als das neue Entwicklungsgebäude für das eigene Testen und Lernen zu nutzen. Es wird Antworten auf die Frage geben, was ein Gebäude „wirklich“ smart macht, welche Vernetzungsanwendungen die größte Steigerung an Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz bringen und welche vernetzten Funktionen im Gebäude von morgen gebraucht werden. Es bietet die besten Voraussetzungen auch dafür, die Interoperabilität von GEZE-Produkten und anderen Gewerken unter Realbedingungen zu testen, also mit den Menschen, die täglich darin arbeiten.

Das Gebäude ermöglicht eine flexible Gruppierung und das Hinzufügen oder Austauschen von Produkten, so dass immer wieder neue Vernetzungslösungen „ausprobiert“ und erprobt werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen dazu, die Intelligenz aller GEZE-Produkte weiterzuentwickeln und den Nutzen für den Anwender mit Hilfe von GEZE Cockpit auszubauen und umzusetzen. Das Gebäudeautomationssystem kann als eigenständiges System betrieben oder mit den Kommunikationsstandards BACnet und KNX in eine übergeordnete Gebäudeleittechnik eingebunden werden. Die Datenkommunikation zwischen GEZE Cockpit und den integrierten Produkten und Systemen erfolgt über Schnittstellenmodule.

Neben der Visualisierung von allen eingebundenen Produkten an zentraler Stelle bietet das System einen einzigartigen Mehrwert: Erstmals ist es möglich, dass die komplette Intelligenz der GEZE-Produkte – also alle verfügbaren Steuerungsoptionen und Zustandsinformationen – in die Gebäudevernetzung eingebracht werden kann. Türen und Fenster können somit genauestens gesteuert und überwacht werden. Beispiele sind die Kenntnis des Zustands einer Tür oder eines Fensters, des Wertes eines Sensors oder die Rückmeldung ausgeführter Befehle und Alarmmeldungen. In GEZE Cockpit sind viele weitere Vorteile enthalten: erhöhte Gebäudesicherheit, „Predictive Maintenance“ und ein effizientes Gebäudemanagement.

Erhöhte Sicherheit und kurze Wege durch Vernetzung

Bei den weit über einhundert in die Gebäudeleittechnik integrierten multifunktionalen Türen und Fenstern sind die Gebäudemanager immer über den Status einer jeden Tür oder eines jeden Fensters im Bilde. Sie können sie nach Bedarf zentral öffnen oder schließen, den Betriebsmodus einer Tür ändern und sicher sein, dass alle Elemente in der Gebäudehülle verschlossen bzw. verriegelt sind. Zeitaufwändige Rundgänge entfallen. Befehle können für einzelne, mehrere oder alle Türen (Zentralverriegelung) erteilt werden. In GEZE Cockpit sind individuelle Türszenarien hinterlegbar, so dass Türen zeit- und ereignisgesteuert automatisch öffnen, schließen oder aber verriegelt werden. Alle Abläufe an einer Tür – und damit auch Unregelmäßigkeiten – werden zurückgemeldet. Was immer an einer Tür passiert, erlaubt sofortiges Handeln.

„Klimaziele“ für ein angenehmes Arbeiten

In Verbindung mit GEZE Cockpit werden im neuen Gebäude zurzeit verschiedene Szenarien getestet, z. B. die „klimaaktive Fassade“ und das „Preconditioning“ von Räumen. Für ein Arbeiten in angenehmer Atmosphäre soll die Luftqualität in den Büros immer optimal sein. Vor Meetings sollen Besprechungsräume nochmals durchgelüftet werden. In der Gebäudeleittechnik angelegte Szenarien sorgen für ein intelligentes energieeffizientes Zusammenspiel der Gewerke. Die komplette Fassadentechnik reagiert automatisch auf sich verändernde äußere klimatische Bedingungen. Bei Sonneneinstrahlung fährt die Verschattung automatisch aus. Fenster öffnen oder schließen je nach Außentemperatur. Die automatische zentral gesteuerte Nachtauskühlung hat schon zu Tagesbeginn ein gutes Raumklima geschaffen. In diesem Szenario interagieren zur Steuerung der Fenster und Lüftungsklappen sowie der Zulufttüren die RWA-Antriebe der IQ windowdrives-Reihe und die Powerturn-Drehtürantriebe von GEZE, Präsenz-, Ortungs-, Luftqualitäts- und Temperatursensoren, Heizung, Lüftung und Klimaanlage, die Beleuchtung und Verschattung sowie das Raumbelegungssystem.

Smarte Bodyguards an automatisierten Fenstern

Fensterabsicherungen als intelligente Sensorlösungen im Gebäude-Bus sichern die in die Gebäudeleittechnik integrierten Fenster in allen allgemein zugänglichen Gebäudebereichen. Die Intelligenz bleibt dabei „vor Ort“, denn die Informationen der Sicherheitssensoren haben Vorrang. Lüftungsvorgänge werden verzögert oder gestoppt, wenn sich ein Hindernis, zum Beispiel eine Hand, in der Fensteröffnung befindet und Schließvorgänge aufgrund von Sensorinformationen (Regen, Wind oder Temperatur) bereits von der Gebäudesteuerung initiiert wurden.

Optimales Klima: Aktoren steuern sich gegenseitig

GEZE erprobt außerdem eine ganz besondere Verknüpfung von Klimaanlage, Fensterantrieben und Wettersensoren. Die Aktoren steuern sich dabei gegenseitig je nach Sensordaten. Für eine hoch effiziente und energiesparende Klimatisierung soll sich die Leistung der Klimaanlage automatisch an die genaue Öffnungsweite eines Fensters anpassen. Ein konstanter Ausgleich zwischen der Außen- und der vorgegebenen Raumtemperatur zur Klimasteuerung in den einzelnen Raumzonen auf jeder Gebäudeebene wird auch durch das Zusammenwirken von Heizung, Lüftung und Klimaanlage getestet. Hierbei wurden bei der Programmierung der Szenarien über die Gebäudeleittechnik physikalische Parameter wie die Größe und Lage eines Raumes im Gebäude genauestens berücksichtigt.

GEZE Produkte im neuen Entwicklungszentrum

  • Gebäudeautomationssystem GEZE Cockpit
  • RWA-Antriebe der IQ windowdrives-Reihe
  • Rauch- und Wärmeabzugssystem (RWA)
  • Powerturn-Drehtürantriebe