Referenzen

GEZE Schiebetüranlagen öffnen den Weg zu prähistorischer Höhlenkunst

Mit über 2.000 kunstvoll angefertigten Tierdarstellungen zählt die erst 1940 zufällig entdeckte "Grotte de Lascaux" in der französischen Dordogne weltweit zu den beeindruckendsten Zeugnissen der prähistorischen Geschichte. GEZE war am dritten und bisher aufwendigsten Nachbau der Höhle beteiligt, der Besuchern aus der ganzen Welt einen realistischen Eindruck der einmaligen Malereien vermittelt.

1940 durch Zufall entdeckt: Die ältesten Kunstwerke der Menschheit

Die Wandmalereien in der Originalhöhle von Lascaux werden auf mindestens 17.000 vor Christus datiert und gelten als ältestes Zeugnis menschlichen Kunstschaffens. Entdeckt wurde sie 1940 zufällig von vier Jungen, die durch einen Wald in der Nähe des Städtchens Montignac streiften – eine echte Sensation: In größter Vielfalt und Vollendung kamen die bis heute besterhaltenen prähistorischen Malereien Europas zum Vorschein – mehr als 2000 Figuren und Zeichen, fast ausschließlich Tierdarstellungen. Seit 1979 gehört die Höhle zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Originalgetreue Nachbauten sichern die Höhlenmalereien

Glasfassade des internationalen Zentrums für Höhlenkunst. Foto: Jean-Luc Kokel für GEZE GmbH

Glasfassade des internationalen Zentrums für Höhlenkunst

Jean-Luc Kokel / GEZE GmbH

Schon ab 1948 strömten abertausende Besucher in die Höhle, um die in die Felsreliefs gemalten oder gravierten, dreidimensional wirkenden Stiere, Auerochsen, Wisente, Büffel, Wildpferde, Hirsche oder Bären im Original zu bestaunen. Die prähistorische Kunst begann Schaden zu nehmen, so dass die Höhle ab 1963 für die Öffentlichkeit geschlossen blieb.

Nach zwei erfolgreichen Nachbauten der legendären "Grotte de Lascaux" wurde am Fuß des Höhlenhügels nun die dritte und gelungenste Replik mit offiziellem Namen "Centre International d’Art Pariétal – Lascaux IV" (dt.: Internationales Zentrum für Höhlenkunst) eröffnet. Diese war notwendig geworden, da die ersten zwei Nachbauten aufgrund des konstant hohen Besucheraufkommens an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gestoßen waren.

Zahlen und Fakten zum Zentrum

  • 8.500m² Gesamtfläche
  • 900m² nachgebildete Höhlenwände
  • mehr als 2.000 originalgetreue Malereien
  • Alter der Originalbilder: mind. 19.000 Jahre
  • Gesamtkosten: knapp 60 Millionen Euro

Höhlenarchitektur mit moderner Gebäudetechnik

"Lascaux IV" ist ein vollständiger Nachbau des Originals. Das 150 Meter lange Spitzkantengebäude mit einer einzigen Seiten- und einer komplett verglasten Dachfassade liegt wie in den Übergang zwischen Waldhügel und Tal in den Berg hineingeschoben. Es umschließt einen unterirdischen Komplex aus Kammern und Tunneln – eine originalgetreue Nachbildung der Höhle mit 900 Quadratmetern Höhlenwänden.

Verantwortlich für das Höhlenkonzept, das international für Aufsehen sorgte, sind ein Architekten-Team des norwegischen Büros Snøhetta, sowie rund 40 Künstler, 150 Unternehmen und der Einsatz modernster Gebäude- und Museumstechnik. Für eine optimale Projektumsetzung waren die Experten der Bauberatungs- und Projektierungsgesellschaft VPEAS aus Bordeaux tonangebend. Auf ihrer Expertise und langjährigen Erfahrung mit Museumsobjekten basiert die Wahl der Bauelemente – unter anderem auch die Entscheidung für Türtechnologie von GEZE.

GEZE ist einer der wenigen Anbieter multifunktionaler Türen, die über die Sicherheitsanforderungen hinaus auch die Designkriterien der Architekten erfüllen.

Xavier Favand, Objektexperte der verantwortlichen Bauberatungsgesellschaft VPEAS

"Das Projektprogramm von GEZE liefert perfekte Lösungen für dieses einmalige Objekt. Die automatischen Türsysteme und die Türschließer von GEZE verbinden die Funktionalität und die minimalistische Ästhetik, auf die es bei den meisten bedeutenden Architekturobjekten ankommt. GEZE ist einer der wenigen Anbieter multifunktionaler Türen, die über die Sicherheitsanforderungen hinaus auch die Designkriterien der Architekten erfüllen.", so Xavier Favand, Objektexperte der verantwortlichen Bauberatungsgesellschaft VPEAS.

GEZE Schiebetüranlagen leiten den Besucher

Türtechnologie von GEZE im Internationalen Zentrum für Höhlenkunst. Foto: Jean-Luc Kokel für GEZE GmbH

Türtechnologie von GEZE im Internationalen Zentrum für Höhlenkunst

Jean-Luc Kokel / GEZE GmbH

Als Außentüren der zwei großzügigen Windfänge fügen sich zwei automatische Schiebetüranlagen mit Slimdrive SL NT-FR-Antriebssystemen harmonisch in die beeindruckende Glasfassade des Gebäudekomplexes ein. Für die Innentüren der Windfänge wurde die gleiche Lösung mit den nur sieben Zentimeter hohen Slimdrives gewählt.

Mit einer Höhe von drei Metern und einer Durchgangsbreite von über zwei Metern ermöglichen die doppelten Schiebetüranlagen auch bei größtem Besucheraufkommen einen komfortablen, barrierefreien Zugang zum Foyer. Die Automatiktüren verfügen über modernste Steuerungstechnik:

  • Öffnungsweite, Offenhaltezeit und Schließgeschwindigkeit sind individuell einstellbar
  • Offenhaltezeit passt sich automatisch an die Durchgangsfrequenz der Besucher an
  • redundant ausgeführte Antriebs- und Steuerungstechnik für sichere Evakuierung im Notfall

Schwarze automatische Schiebetüren stimmen auf die Höhle ein

Eingang zur Höhlenreplik mit automatischen Slimdrive SL NT-Schiebetürsystemen. Foto: Jean-Luc Kokel für GEZE GmbH

Eingang zur Höhlenreplik

Jean-Luc Kokel / GEZE GmbH

So authentisch wie möglich sollen die Besucher die ersten Eindrücke der vier jugendlichen Höhlen-Entdecker nachempfinden können. Über eine Dunkelzone zur "Einstimmung“ gelangt man in eine Art Vorraum mit zwei hintereinander angeordneten einflügeligen automatischen Slimdrive SL NT-Schiebetürsystemen. Tiefschwarze Türflügel unterstreichen das "Sesam-Öffne-Dich-Gefühl" zur 240 Meter langen Höhlenreplik mit ihrer einzigartigen Bilderwelt. Dahinter erwartet die Besucher ein Lernparcours mit neuesten virtuellen Bild-Technologien, der das Entschlüsseln und Verstehen der steinzeitlichen Malereien erleichtert und eine Fülle von Wissen rund um die Höhle bietet.

Manuelle Brandschutztür im Eingang zum Lernparcours

Eingang zum Lernparcours über eine manuelle asymmetrisch geteilte Brandschutztür. Foto: Jean-Luc Kokel für GEZE GmbH

Manuelle asymmetrisch geteilte Brandschutztür

Jean-Luc Kokel / GEZE GmbH

In den Lernparcours gelangt man über eine zweiflügelige manuelle Brandschutztür. Sie erleichtert dem Museumspersonal den Einlass einer jeweils begrenzten Besucherzahl.

GEZE Türschließersysteme bieten optimale Lösungen für asymmetrisch geteilte Brandschutztüren: Die unsichtbar in die filigrane Gleitschiene integrierte Schließfolgeregelung sorgt dafür, dass der Gangflügel so lange offengehalten wird, bis der Standflügel geschlossen ist. Nach dem Begehen – und insbesondere bei flüchtenden Menschen im Gefahrenfall – schließen beide Türflügel wieder einwandfrei, so dass die Brand- bzw. Rauchschutzfunktion der Tür vollständig gegeben ist.

Automatische Drehtüren verbinden die Ausstellungssäle

Der Lernparcours besteht aus einer Reihe von Ausstellungs- und Projektionssälen:

  • Das Théatre de l’art pariétal zeigt die zentrale Bedeutung der Grotte de Lascaux in der Erforschung der Höhlenmalerei weltweit
  • Ein 3D-Kino lässt einen die Originalhöhle bis ins kleinste Detail erkunden
  • Die Galerie de l’imaginaire präsentiert interaktiv die Zusammenhänge zwischen Höhlenmalerei und moderner Kunst

Die Verbindungstüren zwischen den Räumen sind spezielle Schallschutztüren, die verhindern, dass Geräusche der Vorführungen in den nächsten Saal dringen. Die automatischen Drehtüren schließen selbsttätig, sobald eine Projektion beginnt, und öffnen, wenn sie vorüber ist. Selbstverständlich sorgen Sensoren für die notwendige Sicherheit an den schweren Schallschutztüren.

Die leistungsstarken Powerturn-Antriebssysteme (ebenfalls in "7cm-Optik") bewegen die Türflügel leise und leicht und haben sich auch als ideale Lösung für einen sicheren und zügigen Besucherfluss zwischen den Sälen erwiesen. Dank Smart-swing-Funktion können die Türflügel trotz ihres Gewichts auch mühelos manuell geöffnet werden.

Zweiflügelige Drehtür entlässt den Besucher aus der Ausstellung

Ausgang des Lernparcours: zweiflügelige automatische TSA 160 NT-IS-Drehtürsysteme mit integrierter Schließfolgeregelung. Foto: Jean-Luc Kokel für GEZE GmbH

Zweiflügelige automatische TSA 160 NT-IS-Drehtürsysteme

Jean-Luc Kokel / GEZE GmbH

Den letzten Projektionssaal verlässt man über eine zweiflügelige automatische Drehtür, die mit TSA 160 NT-IS Antrieben das kontinuierliche Öffnen und Schließen der Türflügel zuverlässig und komfortabel bewältigt. Durch den zweiten, kleineren Bedarfsflügel kann die Tür besonders flexibel genutzt werden.

Auch an dieser Automatiktür sind die Bewegungsparameter beider Türflügel individuell einstellbar. Zudem lässt sich die Tür im Gefahrenfall manuell öffnen und funktioniert wie eine Tür mit Türschließer – so sind Barrierefreiheit und Fluchtwegsicherheit gleichermaßen garantiert.

GEZE Produkte in der Höhle von Lascaux

  • Foyer: Windfang mit zwei automatischen Schiebetüranlagen (3m hoch, 2m breit) mit Slimdrive SL NT-FR-Antriebssystemen und intelligenter Steuerungstechnik
  • Zugang zum Ausstellungsbereich (Höhlennachbildung): zwei einflügelige automatische Schiebetüranlagen (hintereinander) mit Slimdrive SL NT-Antriebssystem
  • Zugang zum Lernparcours: asymmetrisch geteilte Brandschutztür mit unsichtbar integrierter Schließfolgeregelung
  • Im Ausstellungsbereich (3-D-Kinosaal): automatisch gesteuerte Schallschutztüren mit Powerturn-Antriebssystem und Smart-swing-Funktion
  • Ausgang Ausstellungsbereich: zweiflügelige automatische Drehtür mit zwei TSA 160 NT-IS Antrieben